Blickfeldanzeigen, die bereits in Autos wie Oldsmobile Cutlass aus dem Jahr 1988 eingebaut wurden, sind nicht neu und finden vermehrt Anwendung in gängigen Fahrzeugen. Eine neue OEM Investition in holografische Displays in Höhe von 50 Millionen könnte dazu führen, dass die herkömmlichen Blickfeldanzeigen ersetzt werden.

Zumindest Stellantis, General Motors und sogar Jaguar Land Rover setzen darauf, da all diese Hersteller nun Aktionäre von Envisics sind, ein britisches Unternehmen, das holografische Displays produziert. Enviicis ist nur einer der Tech Partner, die von diesen Automarken beauftragt werden, könnte jedoch der Hersteller sein, mit dem Autofahrer am meisten interagieren werden. Nämlich wird das Unternehmen erweiterte Realität Blickfeldanzeigen mit dem Ziel produzieren, Aufmerksamkeit der Fahrer und Verkehrssicherheit zu verbessern.

Basierend auf den Grafiken, die von Envicics zur Verfügung gestellt werden, werden die Frontscheiben-Displays Geschwindigkeit, Richtung, lokale Sehenswürdigkeiten und potenzielle Kollisionspunkte anzeigen. Zudem erfasst die Technologie Passanten und Radfahrer, um Fahrern zu helfen, diese besser zu erkennen. Eine Grafik zeigt, wie das System Hindernisse im Gelände wie Pfosten und Wasserflächen erkennt. Diese Funktionen sind das Ergebnis jahrelanger Forschungsarbeit an der Universität Cambridge seit 2004, die am Ende mit Envisics zusammenarbeitete, um das Produkt zur Marktreife zu bringen.

Laut Envisics treffen erweiterte Realität und Automotivtechnik zunehmend aufeinander, wobei das jährliche Wachstum der erweiterten Realität 28 Prozent beträgt. Das Unternehmen erwartet, dass 1,6 Millionen Einheiten der erweiterten Realität allein 2022 zur Verfügung stehen werden, wobei sich die Zahl bis 2023 schätzungsweise auf 19.1 Millionen Einheiten steigern wird.

Hierbei handelt es sich um hochtrabende Zahlen für ein Unternehmen, das erst vor Kurzem eine Bewertung von 500 Millionen USD erhielt, jedoch besitzt Envisics die Technologie, um dies zu stützen. Es hat im Jahr 2015 eine holografische Blickfeldanzeige für Jaguar Land Rover eingeführt, die in 150,000 Fahrzeuge integriert wurde. Diese Displays sind in ihrer Funktion denen ähnlich, die bald in Produktion gehen, doch galt die Technologie seinerzeit als revolutionär.

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