Sollte es Ihnen nicht aufgefallen sein, befinden wir uns inmitten einer Übergangsphase. Aufgrund von sozialem Aufschrei, bevorstehender Gesetzgebung, schwindenden Ressourcen und Klimawandel treibt die Automobilindustrie den Wandel zur Elektrifizierung in rasantem Tempo voran. Was viele für selbstverständlich halten, ist die Tatsache, dass E-Mobilität mehr bedeutet als nur geringere Emissionen oder die Notwendigkeit für eine erneuerte Infrastruktur. E-Mobilität eröffnet zahlreiche neue Möglichkeiten, die einige der Kernelemente dafür neu definieren, was ein Auto begehrenswert macht. In einer Welt, in der die meisten Autos elektrisch sind, wird ‘’Leistung’’ nicht mehr ausschließlich durch mechanische Faktoren definiert werden. Entsprechend werfen Autobauer einen genaueren Blick auf diese Zukunft und passen Ihren strategischen Fahrplan an die Entwicklungen an.

Was ist ein Software-definiertes Fahrzeug?

Ein Software-definiertes Fahrzeug ist ähnlich wie ein Smartphone. Jedes Jahr veröffentlichen Apple und Google Updates für die Betriebssysteme von Smartphones. Diese Updates verleihen Smartphones neue softwaregesteuerte Funktionen, die ihnen ermöglichen, Dinge zu tun, die sie früher nicht konnten, oder Fahrleistung in bestimmten Bereichen zu verbessern wie Verarbeitungsgeschwindigkeit oder Akkulaufzeit. Diese Updates erfolgen oft kabellos oder per ‘’over-the-air’’. Stellen Sie sich nun vor, das alles auf Autos anzuwenden, und sie haben ein Software-definiertes Fahrzeug. Ein noch praktischeres Szenario ist, dass der Autobauer ein OTA-Update sendet, das dem E-Auto einen neuen Fahrmodus hinzufügt, der wiederum für weniger Kraftverbrauch sorgt und so die mit einer einzigen Akkuladung erreichbare Reichweite erhöht.

Auch wenn Software-definierte Fahrzeuge relativ neu für die Autoindustrie sind, ist Hyundai nicht der erste Autohersteller, der eines baut. Jeder Tesla, der innerhalb der letzten 5 Jahre oder so verkauft wurde, ist ein Software-definiertes Fahrzeug. Besitzer von Tesla erhalten laufend neue softwarebasierte Funktionen wie Überhitzungsschutz und Akkukalibrierung.

Bei Hyundai gehts ab 2025 los

Hyundai arbeitet an seinem Betriebssystem für seine künftigen Fahrzeuge namens ‘’Connected Car Operating System’’. Dieses wird dem Autobauer ermöglichen, über OTA-Updates seinen Autos Funktionen hinzuzufügen oder deren Leistung zu verbessern. Hyundai gab bekannt, dass bis 2025 alle von Hyundai Motor Group gebauten Autos softwaredefiniert sein und Zugang zu den ‘Connected Car Services’’ bieten würden. Zudem ergänzte Hyundai, dass Verbrenner ebenfalls Teil dieser Initiative seien.

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